Bürokratische Hürden bremsen wichtige Investitionen

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Dr. Natalie Pfau-Weller MdL besucht Schäferei Schmid in Owen – Bürokratische Hürden bremsen wichtige Investitionen

Die CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Natalie Pfau-Weller hat am Dienstag die Schäferei von Betina und Jörg Schmid in Owen besucht. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die aktuellen Herausforderungen des familiengeführten Landschaftspflegebetriebs und die schwierigen Rahmenbedingungen für notwendige Investitionen in der Landwirtschaft.

Die Familie Schmid plant bereits seit 2018 die Aussiedlung ihres Betriebs, um die bislang auf mehrere Standorte verteilten Flächen und Gebäude an einem Ort zu bündeln. Vorgesehen ist unter anderem der Bau eines neuen Schaf- und Ziegenstalls. Ziel der Familie ist es, langfristig effizientere Strukturen zu schaffen und den Betrieb zukunftsfähig aufzustellen.

Obwohl inzwischen ein geeigneter Standort gefunden wurde und die Familie bereit ist zu investieren, wurde das Vorhaben über Jahre hinweg durch umfangreiche bürokratische Verfahren verzögert. Wertvolle Zeit ging verloren – mit spürbaren Folgen. So konnten beispielsweise frühere Zinsangebote und Vorverträge nicht gehalten werden.

Hinzu kommt ein weiteres strukturelles Problem: Förderanträge können erst nach einem genehmigten Bauantrag gestellt werden. Zwar liegen die Genehmigungen inzwischen vor, allerdings sind sie mit zusätzlichen Auflagen verbunden, die weitere Kosten verursachen. Gleichzeitig sind viele Fördertöpfe mittlerweile ausgeschöpft, sodass steigende Baukosten nun ohne entsprechende Unterstützung getragen werden müssen.

„Es ist schwer zu akzeptieren, dass ein engagierter Familienbetrieb über Jahre hinweg ausgebremst wird und am Ende trotz genehmigter Planung ohne Förderung dasteht“, erklärte Pfau-Weller nach dem Besuch. Gerade Betriebe, die in Tierwohl, Landschaftspflege und nachhaltige Strukturen investieren wollen, bräuchten verlässliche und praktikable Rahmenbedingungen.

Aus Sicht der Landtagsabgeordneten zeigt der Fall beispielhaft, wo Verbesserungsbedarf besteht – etwa beim Bürokratieabbau, bei Genehmigungsverfahren sowie bei der Ausgestaltung und Zweckbindung von Förderprogrammen.

Dr. Natalie Pfau-Weller kündigte an, den konkreten Fall sowie mögliche Lösungsansätze in Stuttgart zu prüfen, um die Familie Schmid bestmöglich zu unterstützen.