„Aber alle haben ein Smartphone!“
Große Resonanz auf Diskussionsveranstaltung zur Medienerziehung
Rund 70 interessierte Gäste folgten der Einladung der CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Natalie Pfau-Weller zu der Informations- und Diskussionsveranstaltung „Aber alle haben ein Smartphone!“ in Deizisau. Das große Interesse zeigte, wie sehr das Thema digitale Medienerziehung Familien, Schulen und Gesellschaft bewegt.
Als Referentin machte die Journalistin und Autorin Elisabeth Koblitz, bekannt durch ihr Buch Aber alle haben ein Smartphone!, deutlich: Social Media kann auch ein sehr düsterer Ort sein. Gerade Kinder und Jugendliche erhalten heute einen immer früheren Zugang zu digitalen Medien, ohne Gefahren wie Gewaltinhalte, pornografische Inhalte oder Deep Fakes realistisch einschätzen zu können – Entwicklungen, die durch Künstliche Intelligenz zusätzlich an Brisanz gewinnen.
Im Mittelpunkt stand die Frage nach der richtigen Balance zwischen Verboten und einem zu großen Laissez-faire. Eltern, so der Tenor des Abends, müssen ihre Kinder aktiv in der digitalen Welt begleiten, sich selbst mit Risiken auseinandersetzen und diese verstehen – ohne dabei die Chancen digitaler Medien auszublenden. Entscheidend seien Gespräche, bevor Kinder Zugang erhalten, frühe Aufklärung und Sensibilisierung für mögliche Straftaten. Ebenso wurde betont: Das echte Leben zählt – reale Sozialkontakte, Hobbys und Zeit draußen sind durch die digitale Welt nicht zu ersetzen.
Dr. Natalie Pfau-Weller stellte zudem zentrale Inhalte der letzten CDU-Klausurtagung vor. Die CDU-Landtagsfraktion setzt sich für einen sicheren, reflektierten und verantwortungsvollen Umgang von Kindern und Jugendlichen mit digitalen Medien ein. Ziel ist es, junge Menschen zu digital mündigen Bürgerinnen und Bürgern zu erziehen – in einer gemeinsamen Verantwortung von Eltern, Schule, Staat, Gesellschaft und Unternehmen. Dazu gehören klare Regeln zur privaten Smartphone-Nutzung an Schulen, eine verbindliche Medienbildung und Informatik in allen weiterführenden Schularten sowie wirksame, altersangemessene Zugangs- und Funktionsbeschränkungen bei Social-Media-Angeboten.
Ergänzend stellte sich die Initiative erst Kindheit dann Smartphone vor, die für einen bewussteren und späteren Einstieg von Kindern in die Smartphone-Nutzung wirbt.
Der Abend machte deutlich: Medienerziehung gelingt am besten durch Präsenz, Interesse und den offenen Dialog zwischen Erwachsenen und Kindern – ein Thema, das auch künftig hohe Relevanz behalten wird.











