Die CDU-Landtagskandidatin Dr. Natalie Pfau-Weller tauschte sich mit der kulturpolitischen Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion Marion Gentges aus.

Sie beleuchtete kurz die Forschungsinfrastruktur in Baden-Württemberg und führte aus: „Wir werden auch in Zukunft in kluge Köpfe investieren, Forschungsförderung für zukunftsweisende Vorhaben anbieten und Wirtschaft und Wissenschaft weiter vernetzen. Mit einer hochkarätig besetzen Hochschulstrukturkommission wollen wir Maßnahmen entwickeln zur Profilierung der einzelnen Hochschularten und der Studienstrukturen sowie für eine zukunftsfeste und aufgabengerechte Hochschulfinanzierung. Neben einer Stärkung der Grundlagenforschung werden wir vielversprechende Hightech- und Forschungsthemen frühzeitig identifizieren und ihre Entwicklung gezielt fördern.“ Pfau-Weller unterstützte aus eigener Erfahrung die Schwierigkeit der Drittmittelförderung der Hochschulen. Die durch Drittmittelforschung verursachten Kosten für Infrastruktur, Unterhalt und Verwaltung können Hochschulen auf Dauer nicht selbst tragen. Daher will die CDU Fraktion einen Infrastrukturzuschlag des Landes in Höhe von 20 Prozent für Forschungs-Drittmittel aus der Wirtschaft einführen.

In Ergänzung zur Exzellenzstrategie will die CDU eine Cleverle-Strategie auflegen, die anwendungsbezogene Spitzenforschung an den nicht-universitären Hochschulen des Landes fördert und in besonderer Weise sichtbar macht. Dafür sollen Modelle zur Reduktion des Lehrdeputats forschungsstarker Professorinnen und Professoren an nicht-universitären Hochschulen entwickelt werden. Auch an den Hochschulen muss mit Hochdruck an der Digitalisierung gearbeitet werden. „Mit einer Digitalisierungspauschale von 40 Millionen Euro pro Jahr wollen wir die Hochschulen im Land fit für die Zukunft machen und die digitale Lehre stärken. Die Pauschale soll entsprechend den Studierendenzahlen an den einzelnen Hochschulen ausgezahlt werden“, erklärt Gentges.

Der zweite Themenkomplex neben Wissenschaft war in der Videokonferenz die Kunst und Kultur. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie dünn das Eis der sozialen Absicherung bei zahlreichen Künstlern, insbesondere bei den Solo-Selbstständigen, ist. Pfau-Weller berichtete vom Austausch mit Künstlerinnen. Viele Ateliers werden leider die Corona-Pandemie nicht überleben. Wichtig waren die umfangreichen Corona-Unterstützungsmaßnahmen, um den durch die Corona-Pandemie betroffenen Kultureinrichtungen und Solo-Selbstständigen im Land die dringend benötigte Unterstützung zukommen zu lassen, aber auch hier kommen die Hilfen sehr langsam an. Unabhängig der Pandemie muss Kultur im ganzen Land gestärkt werden. Kunst und Kultur müssen überall im Land erlebbar sein, nicht nur in den großen Ballungszentren. In Museen kann die Digitalisierung zu einer neuen Museumspädagogik führen.

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