FISCHER Weilheim besteht aus mehreren strategischen Geschäftseinheiten, die als eigene Unternehmen organisiert sind, aber nahtlos zusammenarbeiten. Auch der Landtagsabgeordneten Dr. Natalie Pfau-Weller ist eine gute Verzahnung zwischen Wirtschaft und Politik wichtig. Deshalb machte sie heute auf ihrer Tour durch den Wahlkreis bei FISCHER Weilheim Halt.

Die Nachnutzung von Bodenmaterial stünde schon seit neunzig Jahren auf der Agenda des Unternehmens. 1980 habe man in die erste mobile Recycling-Anlage investiert, berichtet der geschäftsführende Gesellschafter, Hans-Jörg Fischer, beim Firmenrundgang. „Damals hieß das noch gar nicht Recycling, da nannte man es noch Wiederverwertung“, so Fischer. Inhaltlich geht es aber um dasselbe, um den Wirtschaftskreislauf und neue Nutzungen für alte Materialien.

Sichtlich beeindruckt ob der Wichtigkeit dieser Arbeit betonte Pfau-Weller: „Wir brauchen verstärkt eine Kreislaufwirtschaft, die Respekt gegenüber der Natur hat. Das beginnt für mich schon in der Schule. Wir brauchen mehr nachhaltige Bildung. Recycling müsste stärker in den Bildungsplan einbezogen werden, damit die Erwachsenen von morgen schon früh verinnerlichen, dass Recycling mehr als nur Mülltrennung ist“.

FISCHER Weilheim deckt mit seinen Unternehmen sinnvolle Kombinationen aus Gewerken ab, die aufeinander aufbauen und sich ergänzen. Dazu gehören neben anspruchsvollen Baugruben und Abbruch, eine CO₂-orientierte Transportlogistik, Recycling und Deponie, inklusive Renaturierung und Landschaftsgestaltung. Aufgrund der vielfältigen Einzelkompetenzen ist FISCHER Weilheim als Organisation solide aufgestellt. Trotzdem gibt es für die Geschäftsführung gewisse Hemmnisse, die das Arbeiten der Recyclingbranche unnötig erschweren. Deshalb nutzen die beiden Geschäftsführer Udo Kolb und Hans-Jörg Fischer den Besuch der Abgeordneten, um entscheidende Impulse und Anregungen aus Unternehmersicht lösungsorientiert mit der Politik zu diskutieren.

Die Haupthemmnisse an Innovation seien zu lange Verfahren bei baurechtlichen Maßnahmen und Naturschutz. „Das gilt insbesondere bei baurechtlichen Maßnahmen von Recyclingplätzen. Jeder will Recycling haben. Aber es gibt kaum Genehmigungen für Recyclingplätze“, betont Udo Kolb, Vorsitzender der Geschäftsführung von FISCHER Weilheim. Auch Dr. Pfau-Weller sieht in diesem Punkt noch Nachholbedarf und betonte: „Um eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft zu fördern, brauchen wir kurze Transportwege. Deshalb müssten vermehrt CO₂-mindernde Flächennetze geschaffen werden. Idealerweise sollten Recyclingfirmen ihren Recyclingplatz auf dem eigenen Firmengelände haben oder zumindest kurze Anfahrtswege“, so die Landtagsabgeordnete.

Unter anderem sind auch digitale Baugenehmigungen und ein zu hohes Aufkommen an Gutachten Thema bei ihrem Besuch. Abschließend nimmt die Abgeordnete auch hierzu Stellung und meint: „Heutzutage werden die analytischen Verfahren immer genauer, da ist die Gefahr groß, dass man sich im Klein-Klein verliert. Deshalb ist es wichtig, dass auch hier eine gewisse Verhältnismäßigkeit bei der Entscheidung von Genehmigungsverfahren gegeben ist“.

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